Heute habe ich dem Vogler-Teich einen Besuch abgestattet, um den warmen Tag für meinen ersten Angel-Ausflug? im Jahre 2009 zu nutzen. Tatsächlich bin ich aber nicht wirklich zum Angeln gekommen, da im und am Gewässer so viel interessantes passiert ist, dass ich gerade noch zum Aufbauen gekommen bin, bevor ich die Angel gegen die Digitalkamera getauscht habe.



An den Schilfkanten der Ufer war ein ständiges Plätschern und Rascheln zu hören, was ich zunächst den ansässigen Enten und anderem Vogelvieh zugeordnet habe. Bei einem kleinen Rundgang um den Teich bin ich aber auf haufenweise laichende Hechte (external link) gestoßen.





Auf den Bildern sind verschiedene Hecht-Damen? zu sehen, die gerade dabei sind, mit den dazugehörigen Milchnern die Schilf-Ufer? des Vogler-Teiches zu durchschwimmen. Zum Teil wurden sie dabei von bis zu drei männlichen Hechten begleitet, die sich durch meine Anwesenheit überhaupt nicht stören ließen. Hechte sind Haftlaicher, das heißt die Eier haften an Unterwasserpflanzen, Ästen oder ähnlichem an. Die Ufer des Vogler-Teiches? sind hierbei als Laichgebiet aufgrund des starken Bewuchses offenbar sehr gut geeignet.



Interessant war hierbei auch, dass viele der begleitenden Männchen starke Verletzungen an den Seiten aufwiesen. Die roten Wunden konnte man selbst vom Ufer aus noch sehr gut erkennen. Während der Laichzeit buhlen meist mehrere Männchen – oft in heftigen Kämpfen – um ein Weibchen, aber nur ein Männchen kommt dann zur Paarung. Während dieser Kämpfe, die zwar in erster Linie aus Rammstößen bestehen, können sich die Hechte untereinander auch durch Bisse sehr stark verletzen.

Ich kann jedem nur empfehlen, sich dieses Schauspiel am Voglerteich einmal anzusehen. Anders als bei anderen Arten sitzt man hier quasi in der ersten Reihe und kann die Fische in ihrem natürlichen Lebensraum aus nächster Nähe beobachten.

Und dann gab es da noch Spuren von einem Mitbewohner, die mich doch recht stark an den Teich in Marköbel erinnert haben...